Ortsteil Dörnfeld

Ortsteil Dörnfeld

Die erste urkundlich Erwähnung von Dörnfeld ist vom 7. Oktober 1293 in Griesheim ausgestellt. 3 Brüder Albertus, Heinricus et Conradus fratres dicti (Brüder genannt) Stangin in Durnevelt treten als Zeugen bei einen Verkauf von Land auf.
Dörnfeld wird von der Ilm durchflossen, einem Nebenfluss der Saale. Im Frühjahr bei der Schneeschmelze und nach längeren Regengüssen wird dieses Flüsschen zum reißenden Gewässer. Durch seinen hervorragenden Bestand an Forellen ist es zu einem Paradies für Angler geworden.
Dörnfeld ist der Sitz der Regelschule für die umliegende Orte der Gemeinde „Ilmtal“.

Nachdem die ehemals recht unscheinbare Kirche auch von ihrem Bauzustand her fragwürdig wurde, errichtete man 1902 eine neue. Vor zwei Jahren konnte man mit dem 100. Jahrestag des Baus auch den Abschluss der mit viel Eigeninitiative der Dörnfelder erfolgten Sanierungsarbeiten begehen.

Zu den Sehenswürdigkeiten Dörnfelds gehört fraglos der Gemeindesaal. 1905 erbaut ist er ein typisches Zeugnis dörflicher Saalarchitektur jener Zeit und prägt mit seinem Schmuckfachwerk das Ortsbild maßgebend.

Dörnfeld am Fuße des Singer Berges und unmittelbar am Ilmtal-Radweg gelegen ist als Ausgangspunkt für Wanderungen gut geeignet (empfohlen sei hierfür auch der Parkplatz gegenüber der Schule).

Dörnfeld bringen viele mit seinem Freizeitheim in Verbindung. Es hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Manch Älterem ist es noch als „Ilm-Werk“ bekannt, denn hier stand früher ein Fabrikkomplex, in dem im 19. Jh. insbesondere Textilprodukte hergestellt wurden, später auch Metallerzeugnisse und Glaswolle. Mitte der 60er Jahre wurde er vom Glaswerk Ilmenau zu einem Betriebsferienheim ausgebaut. Heute befindet sich das Freizeitheim Dörnfeld in der Trägerschaft des Arnstädter Bildungswerkes und bietet etwa 80 Übernachtungsplätze.

Der Singer Berg liegt in einem Landschaftsschutzgebiet mit noch zum Teil unberührter Natur. Deshalb stellt er ein Kleinod für Wanderfreunde dar.

Auf der Flur der Gemeinde wird seit der Jahrhundertwende Salzsole in 500 bis 600 Meter Tiefe für die Saline Oberilm gefördert. Die Holzbohrtürme stehen zum Teil unter Denkmalschutz. Die Produktion von Siedesalz wird 1999 eingestellt.