Kleinhettstedt

Kleinhettstedt

Der erste urkundliche Nachweis des Ortes Kleinhettstedt stammte aus dem Jahre 1292. Besonders sehenswert ist ein herrlicher Fachwerkbau, der alte „Mühlenkomplex Kleinhettstedt“.

Die Wassermühle wurde im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie ist seit 1732 im Besitz der Familie Morgenroth, die sie über Generationen hinweg zu einem stattlichen Ensemble erweiterte. Hier kann man in dem mit viel Liebe wieder hergerichteten Gebäude die Mühlentechnik verschiedener Zeitepochen besichtigen. Bis zur Stilllegung des Betriebes 1990 wurden täglich 40 Tonnen Roggen und 20 Tonnen Weizen gemahlen. Die Weizenmühle wird als Museumstrakt erhalten.

1999 wurde die Tradition der Senfmüllerei wieder aufgenommen. Unter Verwendung von Familienrezepten und eines Senfsteinmahlganges können hochwertige Senfe hergestellt werden. Es sind verschiedene Sorten im Angebot, z.B. Thüringer Küchensenf, Jägersenf, Orangensenf, Kräutersenf, Biersenf, Pfeffersenf, Meerrettichsenf, Knoblauchsenf und Zwiebelsenf. Die in Thüringen angebaute Senfsaat wird in der Mühle über einen Glattwalzenstuhl zu Senfmehl vermahlen und anschließend in der Senfmühle nach einem Vermaischungsprozess pastös mehrfach über den Senfmahlgang zum Endprodukt verarbeitet. Der gesamte Prozess vollzieht sich bei niedrigen Temperaturen, so dass die wichtigen Wirkstoffe des Senfes erhalten bleiben. Der köstliche Senf kann in der Mühle verkostet und auch gekauft werden. Der gesamte Mühlenkomplex steht unter Denkmalschutz und kann mit seiner technischen Einrichtung nach telefonischer Absprache besichtigt werden.

Im neueren rechten Teil der ehemaligen Roggenmühle wurde die Technik komplett ausgebaut und zwei moderne, komfortable Ferienwohnungen eingerichtet.